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Der FriedWald Saarbrücken
Ein Hauch von Wildnis im Urwald
Seit 1997 gibt es den Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken: Das Naturschutzgebiet zwischen Netzbach- und Steinbachtal gilt als eine grüne Lunge im Saarland. Seit dem Jahr 2005 ist ein Teil des Waldes Heimat des FriedWalds im Urwald, der eines Tages zu den urwüchsigsten und unberührtesten Deutschlands gehören wird.

Ein Hauch von Wildnis umgibt den FriedWald im Urwald bei Saarbrücken heute schon. Den Charakter eines unberührten Stücks Natur wird er aber erst über Jahre hinweg entwickeln. Dann, wenn durch den Verzicht auf forstliche Eingriffe der Wald an allen Stellen ungehemmt wuchert und wächst, wird er seine besondere Charakteristik entwickelt haben.

Buchen und Eichen dominieren derzeit das Erscheinungsbild des Mischwalds. Ahorn, Hainbuchen, Birken und Lärchen setzen Akzente. Amerikanische Roteichen, die noch aus Zeiten forstlicher Bewirtschaftung stammen, zaubern im Herbst ein wenig "Indian Summer" in den Wald bei Saarbücken. Warme, rote Blattfärbungen sorgen dann für stimmungsvolle Lichtreflexe, die der Wanderer auf den zahlreichen, gut erschlossenen Wegen in vollen Zügen genießen kann.

Der erste seiner Art

Die Verknüpfung von FriedWald und Urwald ist ideal: Der Wald und die Ruhestätte Verstorbener sind durch das Urwald-Konzept für alle Ewigkeit geschützt. Rund 19 Hektar des insgesamt rund 1000 Hektar umfassenden Naturschutzgebiets werden für die Bestattung in der Natur genutzt.

Schwarzspecht und Hohltaube leben hier. Ein besonderer Erfolg: Der Hirschkäfer ist in das Naturschutzgebiet zurückgekehrt. Und auch mehrere Vogelarten, die auf der Roten Liste für bedrohte Arten stehen, haben im heranwachsenden Urwald einen neuen Lebensraum gefunden.

Der FriedWald Saarbrücken ist in vielerlei Hinsicht eine echte Besonderheit. Er war der erste seiner Art in der Bundesrepublik. Nie zuvor war ein FriedWald in ein Naturschutzgebiet integriert worden. Und nie zuvor hatte das Bestattungsgesetz eines Bundeslandes einer öffentlich-rechtlichen Institution wie dem Landesbetrieb SaarForst eingeräumt, Träger eines Friedhofs zu sein. So wurde das Saarland nach Nordrhein-Westfalen das zweite Bundesland, das in seinem Bestattungsgesetz ausdrücklich einen Begräbniswald zuließ.

Christian M. als er im FriedWald Saarbrücken vom schneebedeckten Waldboden in den Himmel blickte:

"Ich legte mich unter einen Baum und betrachtete die von letzter zarter Sonnenröte beschienenen hohen Reiser an den Bäumen. Wie wunderbar, wie still und geborgen. Und ich wünschte mir, sollten je meine Kinder, Verwandte oder Freunde mich da besuchen kommen, dass sie einen Weg aus eigener Kraft und mit Bewusstsein tun müssen. Ich will nicht leicht und schnell entdeckt werden. Dann aber richtig."  
Rund um den FriedWald Saarbrücken:

Eröffnung: 21. Januar 2005
Größe: 19 Hektar
Baumarten: Eiche, Buche
Besonderheit: Urwald mit amerikanischen Roteichen
Region: Saarbücken
Bundesland: Saarland

Blick in die Region:

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