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Der FriedWald Uetzer Herrschaft Region Hannover
Alter Auenwald mit Zukunft
Flüsse wie Fuhse und Erse und ein Ort namens Uetze – das klingt nach einer friedlichen Oase fernab von hektischem Alltag und anstrengendem Verkehrslärm. Und doch: Der FriedWald Uetzer Herrschaft Region Hannover liegt nur knapp 40 Kilometer vor den Toren der niedersächsischen Landeshauptstadt – ein Katzensprung für alle Naturliebhaber und Erholung suchenden Großstädter in Niedersachsen.
In der weiten Flussniederung von Fuhse und Erse, zwei Flüssen, die im Harzvorland entspringen, erstreckt sich das 160 Hektar große und altehrwürdige Laubwaldgebiet Uetzer Herrschaft, in dem sich der FriedWald befindet. Die Fuhse hat sich dort ihr Flussbett gesucht und schlängelt sich am nördlichen Rand des FriedWaldes entlang. In ihrem kristallklaren Wasser spiegelt sich das Panorama des Eichen-Hainbuchenwalds effektvoll wider.
Ein gut ausgebautes und reich beschildertes Radwegenetz führt entlang der Flüsse und durch die weitläufigen Wälder zu Sehenswürdigkeiten wie etwa der Hänigser Bockwindmühle oder den drei Wassermühlen der Gemeinde, deren Name vom Gutsherrengeschlecht "von Uttensen" abgeleitet worden sein soll.
Grüne Netze und Girlanden
Durch das Baumkronendach der bis zu 200 Jahre alten Stieleichen und Rotbuchen dringt genügend Licht, so dass darunter Hainbuchen und Baumarten wie Buche, Esche und Ahorn wachsen können. Straucharten wie Weißdorn, Holunder und die seltene Stechpalme (Ilex) runden das Bild ab. Am Waldboden sorgen zu Frühjahrsbeginn Blütenmeere aus weißen Sternmieren, dem gelben Scharbrockskraut und Buschwindröschen für zarte Farbtupfer. Waldrebe- und Efeugirlanden klettern die Bäume hinauf, ranken von oben wieder zum Boden herab und verbinden bisweilen alles zu einem üppig-grünen Netz.
Kein Wunder also, dass sich Rehwild, Hasen und eine reichhaltige Vogelwelt hier angesiedelt haben. Wer Glück hat, stößt bei einer Wanderung durch den FriedWald sogar auf den extrem selten gewordenen Eisvogel. Häufiger anzutreffen sind in der Region Weißstörche, von denen in der Gemeinde noch jedes Jahr mehrere Exemplare brüten.
Herrlich alter Wald von Menschenhand
Wegen dieser Artenvielfalt und ihrer herausragenden ökologischen Bedeutung steht die Uetzer Herrschaft nach Europarecht unter besonderem Schutz. Als Teil des Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 soll das Waldgebiet zum Erhalt der Artenvielfalt und des Naturerbes in Europa beitragen. Dieser Status ist vor allem den Förstern zu verdanken: Sie haben diesen um 1850 im Wathlinger Generalteilungsprozess der Krone von Hannover zugesprochenen "Herrschaftlichen Besitz" seit Generationen behutsam gepflegt und hier und da insbesondere junge Eichen nachgepflanzt. So ist von Menschenhand und mit Hilfe der Natur ein herrlicher, alter Wald entstanden, den es zu entdecken gilt.
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Forstamtsleiter Karl-Heinz Bremus über den FriedWald Uetzer Herrschaft:
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"Wir Forstleute denken und planen in langen Zeiträumen. Wald ist für uns eine dynamische Lebensgemeinschaft. Hier verjüngt er sich weitgehend natürlich, wächst, altert und wird sich wieder verjüngen – kleinräumig, vielfältig, kontinuierlich. In diesem FriedWald vereinbaren wir für etwa 5000 Bäume den Erhalt bis mindestens zum Jahr 2106 – seien sie heute 20 oder bereits 220 Jahre alt. Es ist spannend, sich vorzustellen, welches Waldbild unsere Urenkel in 99 Jahren hier vorfinden werden. Schauen wir in die Zukunft!."
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Rund um den FriedWald Uetzer Herrschaft:
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Eröffnung: 28. Juni 2007 Größe: 63 Hektar Baumarten: Naturnaher Laubmischwald mit Eiche, Hainbuche, Buche Besonderheit: Mäander der Fuhse, Sternmiere Region: Hannover – Celle – Braunschweig Bundesland: Niedersachsen
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