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Der FriedWald Schwaigern

Kleinod im Weinbaugebiet

Dort, wo sich vor rund 700 Jahren noch Rebstöcke aneinanderreihten, befindet sich heute der FriedWald Schwaigern. Skurril gewachsene alte Bäume und wahre Baum-Raritäten sind an den Ausläufern des bedeutenden Weinbaugebiets am Heuchelberg zu finden.

Im 45 Hektar großen und sehr wüchsigen Laubmischwald zwischen Schwaigern und Gemmingen lässt nur noch die stellenweise hügelige Bodenbeschaffenheit den einstigen Weinbau erahnen. Seit rund 100 Jahren wird der Wald naturnah bewirtschaftet. 

Baumarten wie Elsbeere, Rot- und Weißbuche, Esche, Ahorn und Kirsche prägen das Bild im Waldgebiet Hagenbuch. An den Waldrandlagen sind wunderschöne, alte Eichen zu entdecken. Besonders faszinierend und für den Standort charakteristisch ist die Mischung von zahlreichen Hainbuchen und Eichen. Waldbesitzer der FriedWald-Fläche ist S. E. Erbgraf Karl-Eugen zu Neipperg, der hier den Wald einer neuen Nutzung zugeführt hat.

Wald und Wein

In den Weinbergen rund um Schwaigern gedeihen edle Tropfen, die dem Wein auch überregional einen guten Ruf verschafft haben. Das bekannte Weingut des Grafen von Neipperg, sorgt für ein umfangreiches und hochwertiges Angebot an verschiedensten Rot- und Weißweinen. Besonders der Lemberger, eine Rebsorte, die in Deutschland sonst eher ein Schattendasein fristet, gehört zu seinen besten Erzeugnissen.

Das Weingut des Grafen Neipperberg ist eines der ältesten in Familienbesitz. Das Grafengeschlecht wird bereits im 13. Jahrhundert erwähnt.
Der Weinbau hat in Schwaigern ohnehin eine rund 1200-jährige Tradition: Zum ersten Mal erwähnt wird die Kultivierung und Kelter von Trauben im Jahr 799, also schon im frühen Mittelalter. 

Aronstab und Kreuz
Auch der geschützte Aronstab hat sich im FriedWald angesiedelt. Seine Blütezeit ist von April bis Mai und im August und September. Dann reifen die erst grünen, später leuchtend roten Früchte heran, die rings um den Kolben des Aronstabs sitzen.

Der Stadt Schwaigern und dem Haus Neipperg war es ein großes Anliegen, im FriedWald ein christliches Symbol zu integrieren. Ein fünf Meter hohes Kreuz aus Eichenholz ist im Wald hierfür das deutliche Zeichen. Es ist häufiger Mittelpunkt für Trauerfeiern und das Gedenken an die Verstorbenen.
Das Försterehepaar Elisabeth und Karl Walch betreut die Menschen im FriedWald Schwaigern:
"Fern ab von den engen Mauern eines Friedhofs bietet der Friedwald im Hagenbuch die Möglichkeit einer besonderen Form der Trauerbewältigung. Hier schöpfen viele Trauernde inmitten des Waldes Kraft und Hoffnung. Seit der Eröffnung im Juli 2005 konnten wir Förster vielen Menschen bei der Baumauswahl, bei der Beisetzung oder einfach nur als fachkundige Gesprächspartner vor Ort helfen. Daher macht uns dieses, für einen Förster doch ganz außergewöhnliche Aufgabenfeld, viel Freude."
Rund um den FriedWald Schwaigern:

Eröffnung: 28. Juli 2005
Größe: 45 Hektar
Baumarten: Eiche, Hainbuche, Rotbuche, Ahorn, Elsbeere, Lärche
Besonderheit: Eichen-Hainbuchen-Gesellschaft
Region: Heilbronn
Bundesland: Baden-Württemberg

Blick in die Region:

Anfahrtsskizze
Stadt Schwaigern
Gräflich Neippergsche Forstverwaltung
Naturpark Heuchelberg

Waldauswahl:
Der FriedWald Schwaigern
FriedWald Schwaigern. Zu einem anderen FriedWald.
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