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Der FriedWald Lauterbach im Vogelsberg
Abwechslungsreiche Waldvegetation auf vulkanischem Basaltgestein
Violett und Weiß sind die dominierenden Blütenfarben im FriedWald Lauterbach. Als erster Frühlingsbote blüht der Seidelbast in leuchtendem Lila und verströmt seinen berauschenden Duft. Noch vor Laubausbruch und den ersten Schneeglöckchen ist er vereinzelt im FriedWald zu finden.
Am Ostabhang des hessischen Luftkurortes Lauterbach an der Deutschen Märchenstraße liegt der FriedWald in einem traditionsreichen Waldgebiet, das seit Jahrhunderten von der Familie der Riedesel Freiherrn zu Eisenbach bewirtschaftet wird. 60 Prozent des FriedWalds Lauterbach liegen auf dem so genannten Seibertsberg, einem sanft-geneigten Hochrücken.
Das vulkanische Basaltgestein des Vogelsberges macht eine abwechslungsreiche Vegetation in der Region möglich. Buschwindröschen, Schlüsselblumen, Bingelkraut und Haselwurz, aber auch das Knabenkraut gilt es im FriedWald zu entdecken. Im Sommer können Wanderer sogar ab und an auf die Türkenbundlilie treffen, einer so genannte Vulkanblume, die bis zu 50 Zentimeter hoch wächst.
Artenreiche Wälder auf Lavamasse
Der Fluss Lauter fließt an der Zufahrt zum FriedWald parallel zum Vulkanradweg vorbei. Dort, in unmittelbarer Nähe des FriedWald-Parkplatzes am Alten Bahnhof Blitzenrod, verläuft der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse der Vogelsberger Oberwaldbahn. Der Radweg führt mit leichter Steigung zu den Hochflächen des Naturparks Hoher Vogelsberg. Von der Bushaltestelle Alter Bahnhof Blitzenrod sind es nur noch wenige Meter in den FriedWald, 400 bis 500 Meter etwa.
In keiner anderen Landschaft Mitteleuropas ist so viel Lavamasse an die Erdoberfläche gedrungen wie im Vogelsberg. Der Vulkan misst einen Radius von 50 Kilometer und hat somit einen größeren Durchmesser als der legendäre Ätna. An seiner Basis erstreckt er sich auf einer Fläche von 2.500 Quadratkilometer. Schroffe Gesteinsstrukturen treten in der Region Vogelsberg vielerorts in Erscheinung und gerade die Wälder zeigen einen großen Reichtum an verschiedenen Baumarten. Im sanft geschwungenen FriedWald Lauterbach sind es vor allem Buchen, Hainbuchen und Eichen. Starke Eichen und alte Buchen, wechseln sich mit einem jungen Laubholzbestand ab.
Märchenhaft: Schloss Eisenbach
In der Region Vogelsberg ist seit Jahrhunderten der Adel zu Hause. Eine Vielzahl Schlösser und Burgen von sehr unterschiedlichem Erscheinungsbild sind Anziehungspunkte für Touristen. Das Schloss Eisenbach liegt nur etwa drei Kilometer südlich von Lauterbach in Richtung Herbstein. 1217 wurde das Schloss erstmalig urkundlich erwähnt.
Mit dem Aussterben der Familie Eisenbach ging es in den Besitz der Riedesel Freiherren zu Eisenbach über, in deren Besitz es sich noch heute befindet. Es wird idyllisch von einem Park umrahmt und weckt Erinnerung an die Märchen der Brüder Grimm, die den Vogelsberg tatsächlich einmal besucht haben.
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Revierleiter Karl Seitz betreut den FriedWald Lauterbach:
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"Ich sehe in den Bäumen Lebenspartner der Menschen: Sie atmen den Sauerstoff aus, den wir zum Leben brauchen. Ich finde es sehr natürlich und schön, wenn sich Menschen dazu entschließen, ihre letzte Ruhestätte unter dem beschützenden Schirm eines Baumes zu suchen. Der FriedWald in Lauterbach, mit seiner Baumvielfalt aus alten und jungen Bäumen ist dafür ein sehr schöner und würdevoller Ort."
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Rund um den FriedWald Lauterbach:
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Eröffnung: 5. Oktober 2007 Größe: 55 Hektar Baumarten: Eiche, Buche, Hainbuche Besonderheiten: Vulkanblumen Region: Vogelsberg Bundesland: Hessen
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