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Der FriedWald Südharz bei Bad Sachsa
Im Tal der Mönche
Blocksberg und Walpurgisnacht, Faust und Goethe - das sind die Dinge, an die viele im Zusammenhang mit dem Harz denken. Doch das Mittelgebirge am Rande Niedersachsens ist weit mehr als der berühmteste "Hexentanzplatz" Europas. Die Landschaft besticht durch sattgrüne Wiesen, üppige Mischwälder und malerische Teiche – so auch in und um den FriedWald Südharz bei Bad Sachsa.
Weiße Blütenmeere aus Buschwindröschen und Sauerklee breiten sich mit Beginn des Frühjahrs im FriedWald Südharz unter den frisch grünenden Bäumen aus. Eingebettet zwischen dem Naturschutzgebiet Priorteich Sachsenstein und dem Europäischen FFH-Schutzgebiet Gipskarstgebiet, liegt der rund 65 Hektar große Urnenwald unmittelbar am Fuße der Südharzberge zwischen Bad Sachsa und Walkenried.
Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf die hohen Harzberge. Auch im Zentrum des FriedWaldes erhebt sich der 350 Meter hohe Rosskopf. Der zum Stadtgebiet Bad Sachsa gehörende Ravensberg erreicht sogar eine Höhe von 660 Meter. Bei klarem Wetter bietet sich hier eine großartige Sicht bis hinauf zum Brocken und weit hinein in das Thüringer Land. Da der Ravensberg der einzige befahrbare Berg des Harzes ist, kann ihn jedermann leicht erklimmen.
"Niedersächsische Seenplatte"
Zisterzienser-Mönche prägten die Landschaft in dieser Region: Im Umland des Kloster Walkenried legten sie ab dem 12. Jahrhundert unzählige idyllische Teiche zum Fischfang an. Diese kulturhistorische Teichlandschaft bietet selbst im Harz ein einzigartiges Wandergebiet. Rund um den FriedWald führen daher zahlreiche ruhige und beschauliche Wanderwege zu echten Naturattraktionen. So treffen Spaziergänger auf die so genannte Sachseneiche, einem Naturdenkmal aus dem Mittelalter oder die Himmelsteiche, die ihr Wasser nur aus Niederschlägen beziehen. In Walkenried sind die Ruinen des Klosters zu besichtigen, von dem aus die kulturelle, landschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Südharzes ihren Ausgang nahm.
Lebendiges Mittelalter
Schlot-, trichter- oder schüsselförmige Senken, aber auch Gesteinshöhlen spiegeln die geologische Entwicklung dieser Landschaft wider und prägen ihr Erscheinungsbild. Der ständige Wechsel feuchter und trockener, nährstoffreicher- und armer Böden ermöglicht die breitgefächerte Palette von Baumarten, seltenen Pflanzen und Tiere, die im FriedWald Südharz angesiedelt sind. Buche, Eiche, Hainbuche, Erle, Birke und Kiefer finden hier die jeweils für sie passenden Standorte. Uhu, Fischadler, Kolkrabe, Wildkatze und sogar der Luchs haben hier ihren Lebensraum. Hirsche, Rehe und Wildschweine ziehen zudem beständig ihre Fährte. Für lebendiges Mittelalter sorgen Schweine alter Rassen und Ziegen die eigens gehalten werden, um einen mittelalterlichen Hutewald zu erhalten.
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Dr. Hubertus Köhler, Leiter des Niedersächsischen Forstamtes Lauterberg, zum FriedWald Südharz:
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"Die von den Zisterziensermönchen vor Jahrhunderten geprägte vielfältige Landschaft am Südharzrand haben Förstergenerationen als Juwel für Naturschutz und Erholung erhalten und weiterentwickelt: Ein idealer Platz zur letzten Ruhe für alle, die den Harz lieben und schätzen - als ihre Heimat, als Besucher, Wanderer oder Naturliebhaber."
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Rund um den FriedWald Südharz bei Bad Sachsa:
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Eröffnung: 1. Juni 2007 Größe: Rund 65 Hektar Baumarten: Buche, Eiche, Hainbuche, Erle, Birke, Kiefer Besonderheit: Teiche mit Forellen und Karpfen Region: Harz Bundesland: Niedersachsen
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