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Der FriedWald Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Eine Chance für die Natur
Felder, Wiesen und die sanften Hügel der Schwäbischen Alb sind die Begleiter auf dem Weg zum FriedWald Münsingen, der inmitten des künftigen Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt. Die Anerkennung durch die UNESCO wäre eine besonders hohe Auszeichnung beim Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft in Baden-Württemberg.

Das Umfeld des FriedWaldes Münsingen im Großen Lautertal auf der Schwäbischen Alb bietet landschaftlich ein sehr harmonisches Bild: Wiesen und Felder säumen den rechten Rand der kleinen Straße, die in den Bestattungswald oberhalb des Eichberghofs führt. Linker Hand erstreckt sich der FriedWald mit imposanten Buchen, alten Eichen, Ahorn und Douglasien. Der Wald wächst an einigen Stellen sehr dicht und geschlossen - und doch wird der Besucher immer wieder von reizvollen Lichtungen angenehm überrascht, die sich plötzlich inmitten des Waldes öffnen.

Waldmeister und Waldveilchen bedecken den Waldboden, auch die Frühlings-Platterbse, der Haselwurz und das Flattergras sind hier zuhause. Selbst das lila-blau blühende Immergrün (Vinca minor) kommt an manchen Stellen vor. Rund 500 Meter vom FriedWald-Parkplatz entfernt befindet sich die Schutzhütte, deren Nutzung in das Konzept für den FriedWald Münsingen integriert ist. Etwas weiter oben bietet ein Andachtsplatz mit einem Kreuz Raum für Gedenk- und Trauerfeiern.

Nachhaltigkeit in der Region: Nationaler Geopark
Die Region Schwäbische Alb wurde bereits im Jahr 2002 als "Nationaler GeoPark" ausgezeichnet. Das Prädikat wird großräumigen Landschaften verliehen, die besondere naturräumliche und geologische Verhältnisse aufweisen und die sich für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Region einsetzen. Inzwischen ist die Schwäbische Alb auf dem besten Weg zur Anerkennung auch als Biosphärengebiet durch die UNESCO. Diese Auszeichnung wäre eine ganz besondere Anerkennung für die Anstrengungen in der Region, heimische Kulturlandschaften zu erhalten.

Das Besondere: Jeder Typ Kulturlandschaft wird nur einmal in Deutschland anerkannt. Die Schwäbische Alb rund um Münsingen kann also mit ihren Hangbuchenwäldern und den typischen Kalkmagerrasen, die oft von Schafen gepflegt werden, als einzigartig gelten. Kalkmagerrasen, dass sind besondere Biotope, die auf nährstoffarmen Böden wachsen. Vor allem Kalkmagerrasen zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt an Kräutern und Stauden aus. Die Pflanzendecke bietet vom Frühjahr bis in den Herbst eine Fülle von Blüten.
Vom Truppenübungplatz zum Naturschatz Baden-Württembergs
Überregional bekannt ist Münsingen durch den Truppenübungsplatz geworden. Der Truppenübungsplatz mit dem Alten Lager und dem während des Krieges zwischen Auingen und Münsingen errichteten Neuen Lager (1965-2002 Herzog-Albrecht-Kaserne) behielt lange eine wichtige Bedeutung für die Region. Heute ist der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen eine ökologische Besonderheit: Er ist für Besucher und Tourismus geöffnet und bietet unzerschnittene Landschaft wie vor 100 Jahren. Mit seinen 67 Quadratkilometer gehört er zu den größten und durch seine Unberührtheit wichtigsten Naturschätzen Baden-Württembergs. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat einige Kernzonen innerhalb dieses ehemaligen Truppenübungsplatzes.
Mike Münzing, Bürgermeister von Münsingen über FriedWald:

"Sich in friedvoller Atmosphäre unter einem Baum beisetzen zu lassen, bedeutet für viele Menschen, sich bewusst für eine Bestattung in und mit der Natur zu entscheiden – eine alternative Bestattungsform, die immer mehr Zuspruch findet. Auch in Münsingen, das mitten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt, ist das Interesse schon vor der Eröffnung des FriedWaldes groß. Die Menschen suchen im wahrsten Sinn des Wortes eine Naturbestattung, die sehr natürlich, ursprünglich und tief in ihrer Kultur verwurzelt ist. Eine Bestattungsform, die in besonderer Weise dem christlichen Grundsatz der Gleichheit nahe kommt. Und seit wir über den FriedWald öffentlich diskutieren, wird in den Familien über das Tabu-Thema Tod gesprochen."

Rund um den FriedWald Münsingen:
Eröffnung: 20. Juni 2008
Größe: 64 Hektar
Baumarten: Buche, Eiche, Eberesche, Ahorn, Douglasie, einzelne Kirschen und Ebereschen
Besonderheiten: Andachtsplatz mit Holzbänken und Kreuz
Region: Großes Lautertal auf der Schwäbischen Alb
Bundesland: Baden-Württemberg 
Blick in die Region:

Anfahrt FriedWald Münsingen
Die Stadt Münsingen im Netz
Großes Lautertal - Mittlere Schwäbische Alb
Schwäbische Alb - hin-reisend natürlich
Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Waldauswahl:
Eichenblatt, Foto: pixelio.de/wetterchen
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