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Was ist FriedWald®?
Familienbaum mit blauer Schleife
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FriedWald ist eine alternative Bestattungsform, bei der die Asche Verstorbener in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt wird. Dieser Baum wächst in einem als FriedWald ausgewiesenen Waldgebiet. Bei einem FriedWald handelt es sich um einen nach Öffentlichen Recht genehmigten Begräbnisort. Die Einäscherung ist Voraussetzung für die Beisetzung in einem FriedWald. Erdbestattungen sind nicht möglich.
In wessen Verantwortung liegt die Betreuung eines FriedWalds?
Drei Organisationen sorgen in enger Zusammenarbeit für die Entstehung und den Betrieb eines FriedWald: die Kommune, die meist auch Waldbesitzer ist, das zuständige Forstamt und das Unternehmen FriedWald. Die örtliche Gemeinde ist der öffentliche Träger und führt die Aufsicht über seinen ordnungsgemäßen Betrieb. Die Förster sind Betreuer vor Ort, zeigen und erklären das Konzept, den Wald und die Region.
Die Verwaltung und terminliche Organisation für jeden FriedWald übernimmt die FriedWald GmbH in Griesheim. Hier finden Sie auch die richtigen Ansprechpartner, wenn Sie zusätzliches Informationsmaterial wünschen, an einer Waldführung teilnehmen wollen oder einen Trauerfall in der Familie haben. Sie erreichen uns unter 06155 848-100 oder über das Kontaktformular.
Wie werden die Trauerfeiern und Beisetzungen abgehalten?
Wenn Sie es wünschen, kann ein Pfarrer die Trauerfeier im Wald halten. Jeder FriedWald-Baum wird auf Wunsch des Verstorbenen oder seiner Angehörigen mit einer kleinen Tafel versehen, auf der Name und Daten des Verstorbenen eingetragen sind. Selbstverständlich ist es möglich, dort ein religiöses oder anderes Symbol einzugravieren. Die Gestaltung der Feier ist ganz individuell. In der Regel findet die Trauerfeier im Heimatort des Verstorbenen statt. Die Beisetzung erfolgt dann im engsten Familienkreis im FriedWald. Es ist aber auch eine Trauerfeier mit Urnenbeisetzung vor Ort möglich. Gibt es verschiedene Arten von Gräbern?
Beim Familien- oder Freundschaftsbaum entscheiden Sie, wer die zehn möglichen Grabstellen am Baum bekommt. Entschließen Sie sich für einen Gemeinschaftsbaum, erwerben Sie dort nur einen Platz für sich selbst. Auch an einem Gemeinschaftsbaum können insgesamt zehn Menschen unabhängig von familiären Banden einen Bestattungsplatz finden. Bei einem so genannten Prachtbaum erwerben Sie Beisetzungsplätze an einem besonders schönen und alten Baum. Die Preise pro Baum sind abhängig von Stärke, Art und Lage. Die Preise erkennen Sie in fast jedem FriedWald direkt an einer am Stamm angebrachten farbigen Plakette hinter der Baumnummer.
Was geschieht, wenn der Baum vom Blitz getroffen oder anderweitig geschädigt wird?
Gemeinschaftsbaum mit gelben Band
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FriedWald ist auch immer eine Entscheidung für die Natur. Daher sind Schäden durch Blitz oder Unwetter möglich. Damit der Ort des Gedenkens erhalten werden kann, haben wir mit einem Schadensfonds vorgesorgt. Ist am Baum Ihrer Wahl noch niemand beigesetzt, können Sie sich im Schadensfall kostenfrei einen anderen Baum aussuchen. Ist schon jemand bestattet, nehmen wir eine Ersatzpflanzung vor.
Ist es sinnvoll, sich schon frühzeitig einen Baum auszusuchen?
FriedWald ist auch ein Vorsorgekonzept. Ein Großteil der Interessenten sucht sich bereits zu Lebzeiten den geeigneten Baum aus. Für vielen Menschen ist es ein tröstlicher Gedanken, zu wissen, wo sie einmal ihre letzte Ruhe finden werden. Besprechen Sie diesen Schritt mit Angehörigen und Freunden und schließen Sie gegebenfalls einen Vorsorgevertrag mit FriedWald ab. Wenn Sie die Regelung Ihrer Beisetzung hingegen Ihren Angehörigen überlassen wollen, formulieren Sie eine Willenserklärung mit dem Beisetzungswunsch und hinterlegen Sie diese handschriftlich.
Wie kann ich mich über FriedWald informieren?
Das Einfachste ist, Sie fordern Informationsmaterial per Telefon unter 06155 848‑100 an oder Sie nutzen unser Kontakt-Formular. Ein ganz konkretes Bild vom FriedWald-Konzept bekommen Sie, wenn Sie an einer Führung durch den FriedWald teilnehmen. Unter der fachkundigen Leitung des Försters können Sie den Wald hautnah erleben. Hierzu ist allerdings eine Anmeldung unabdingbar. Wenden Sie sich telefonisch unter 06155 848‑200 an unseren Kundenservice oder melden Sie sich einfach online unter "Waldführung" und "Termine/Anmeldung" an.
Wie sieht ein FriedWald-Baumgrab genau aus?
Namenstafel an einem Beisetzungsbaum
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Die Gräber sind einfach und schlicht. Nur eine Namenstafel verrät, dass an einem Baum jemand seine letzte Ruhe gefunden hat. Es gehört zum FriedWald-Konzept, dass die Natur die Grabpflege übernimmt. Grabschmuck und Blumen, Gestecke und Kränze gehören nicht in den Wald, der zu allen Jahreszeiten ein immer neues und reizvolles Bild bietet. Unser Anliegen ist es, diese natürliche Schönheit zu erhalten. Sie können allerdings Blütenblätter oder eine einzelne Blüte bei der Beisetzung in die Urnenöffnung geben.
Wie wird gewährleistet, dass der Baum bis zu 99 Jahre gesichert ist?
Der FriedWald erfährt eine Widmung wie ein Friedhof, das heißt, der Wald muss ausdrücklich als Friedhofsgelände ausgewiesen werden. Der FriedWald steht in öffentlicher Trägerschaft durch die örtliche Gemeinde. Darüber hinaus ist die Fläche durch eine eingetragene Grunddienstbarkeit gesichert. Damit ist und bleibt der FriedWald Bestattungsort gemäß der entsprechenden gesetzlichen Regelungen – und das ganz unabhängig vom Unternehmen FriedWald. So kann gewährleistet werden, dass der Wald als Bestattungsort langfristig geschützt ist. Zudem erhalten Sie von uns eine Verleihungsurkunde über das Nutzungsrecht Ihres Baums.
Graben Wildschweine und andere wilde Tiere die Urnen nicht etwa aus?
Biologisch abbaubare Urne
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Die Geschichten von der Spinne in der Yucca-Palme und der Maus im Jumbo-Jet gelten als moderne Märchen. Auch bei der Angst, dass Urnen im FriedWald nicht sicher vor wilden Tieren seien, handelt es sich um ein solches modernes Märchen. Urnen sind für Wildschweine absolut uninteressant, denn sie riechen nach nichts Essbarem. Der Grund: Die Urnen bestehen aus einem biologisch abbaubaren Materialmix aus Holzpartikeln und einem Naturleim. Dieses so genannte Biopolymer sorgt dafür, dass die Urne im Boden nach einigen Jahren zersetzt wird. Gleichzeitig enthält es keinen Geruchsstoff, der für Wildsauen in irgendeiner Form attraktiv wäre; das Gleiche gilt auch für die Totenasche. Wenn ein Wildschwein doch einmal in der Nähe einer beigesetzten Urne neugierig im Boden herumgestochert, dann liegt das am reichhaltigen Nahrungsangebot, das der Waldboden von Natur aus bietet. Und dies gehört zur naturnahen Bestattung im FriedWald nun einmal dazu. Damit dabei nicht zufällig doch einmal eine Urne freigelegt wird, erfolgen die Beisetzungen in einer ausreichenden Tiefe von 80 cm. So bleibt sicher gestellt, dass der Urnenklau durch Wildsauen auch weiterhin ins Reich der modernen Mythen gehört.
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