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13.02.2010 - Dresden: Forschen nach dem sturmsicheren Wald

Der Sturm "Kyrill" aus dem Jahr 2007 hat die Forstwelt aufgerüttelt: Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde fegte der Sturm über Deutschland hinweg und warf die Frage auf, wie unsere Wälder in Zukunft vor Sturmschäden geschützt werden können. Dies war kürzlich Thema der Sendung "W wie Wissen" im Ersten.

Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden untersuchen, was genau bei einem Sturm im Wald passiert. Mit Hilfe eines Computermodells wollen Sie die Windverhältnisse im Wald berechnen und daraus ein typisches Muster entwickeln, das Prognosen für jedes Waldstück ermöglicht. "Die Kunst besteht darin, dass man den Prozess, der natürlich stattfindet, so weit vereinfacht, dass man den mit unseren Ressourcen, mit den zur Verfügung stehenden Computern, berechnen kann, dabei aber die natürlichen Eigenschaften der Strömung im Wald nicht verändert", erklärt Meteorologe Dr. Ronald Queck von der Universität Dresden in der Sendung.

Der erste Weg zur Erstellung eines Computermodells führt Queck und seine Kollegen in den Tharandter Forst südlich von Dresden, der auch von "Kyrill" in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dieser Ort dient den Wissenschaftlern als Vorbild für ihr Modell. Die Aufgabe besteht darin, die Wirbel, die bei einem Sturm entstehen, zu messen. Eine schwierige Angelegenheit, die von den Wissenschaftlern einiges abverlangt, denn die Wirbel entstehen in den Wipfeln der Bäumen. Um dorthin zu gelangen, hat Queck mit seinen Kollegen vier 40 Meter hohe Türme im Waldstück des Tharandter Forsts aufgestellt. Von dieser Höhe aus messen Ultraschallsensoren die Richtung und Stärke der Windwirbel.

Neben diesen Daten benötigen die Dresdner Wissenschaftler auch noch genaue Angaben über Höhe, Standort und Ausdehnung der Baumkrone, um das Waldstück genau nachbilden zu können. Diese Angaben liefert ein Laserscanner. Damit ist die Arbeit im Wald erst einmal abgeschlossen. Weiter geht es im Labor. Hier ist Ingenieur Thomas Eipper gefragt, der das ausgemessene Waldstück nachbaut. Aus Draht entsteht ein exaktes Modell, das das Strömungsprofil im Wald nachbilden soll.

Im Windkanal können die Wissenschaftler nun das tun, was in der Natur unmöglich ist: Sie führen Messungen unter kontrollierten Bedingungen durch. Die Herausforderung ist nun, das Computermodell möglichst exakt mit den Messdaten aus Windkanal und Freiland in Übereinstimmung zu bringen. Wenn das gelingt, könnten künftig in jedem Wald gefährdete Bäume schon vor einem Sturm erkannt und beseitigt werden. Mit ihrer Arbeit leisten die Dresdner Wissenschaftler einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in deutschen Wäldern.

Auch ein FriedWald ist nicht vor Sturmschäden sicher. Eine Beisetzung im Wald ist auch immer eine Entscheidung für die Natur. Damit ein Baumgrab als letzte Ruhestätte in jedem Fall erhalten werden kann, haben wir mit einem Schadensfonds vorgesorgt. Ist am Baum Ihrer Wahl noch niemand beigesetzt, können Sie sich im Schadensfall kostenfrei einen anderen Baum aussuchen. Ist schon jemand bestattet, nehmen wir eine Ersatzpflanzung vor.

Beisetzung im FriedWald: Häufig gestellte Fragen

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"W wie Wissen" im Ersten - Zum Video "Sturmsicherer Wald"

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